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Katharina Ellmaier steht am Herd und schöpft Suppe aus dem Topf

Die TCM und ich – eine Liebesgeschichte

Schon immer habe ich gespürt, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf mein Wohlbefinden hat. Daher hab ich mich schon sehr früh auf die Suche nach einer Ernährungsform gemacht, die sich richtig gut anfühlt für mich. Meine Güte, was hab ich alles ausprobiert: Rohkost, Trennkost, Vollwertkost, IsskeineSüßigkeitenKost, Eiweißkost, … Es war richtig frustrierend, denn je mehr ich versucht habe, mich „gesund“ zu ernähren, desto schlechter ging es mir. Ich hatte ständig Bauchschmerzen, mir war immer kalt, ich fühlte mich nie richtig satt, hatte Heißhunger auf Süßes, war energielos und unendlich unausgeglichen. Reizdarmsyndrom und nervöser Magen, meinten die Ärzte damals. Konnten mir auch nicht wirklich helfen. “Organisch” wär ja alles in Ordnung. Hm. Ich war ratlos. Und fühlte mich hilflos.

07.01.2014

Eines Tages hat mir eine liebe Freundin das Buch „Ernährung nach den 5 Elementen“ von Barbara Temelie empfohlen. Meine erste Reaktion war: „Bitte nicht schon wieder was Neues, das eh nichts hilft!“ Mittlerweile hatte ich echt schon genug von Ernährungstipps, neuesten Erkenntnissen, Gesundheitsweisheiten und leeren Versprechungen.

 

Doch irgendwie war ich neugierig und so begann ich, das Buch zu lesen. Konnte gar nicht mehr aufhören damit, so gefesselt war ich. Ich tauchte ein in eine völlig neue Welt. Eine Welt, die endlich Antworten auf meine Fragen zu haben schien. Wie sehr hatte ich mir gewünscht, es würde so etwas geben! Sofort war ich fasziniert von dem ganzheitlichen Verständnis und der individuellen und undogmatischen Herangehensweise der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ich spürte, dass ich nun endlich gefunden hatte, wonach ich so lange suchte!

 

Voll motiviert begann ich, meine Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen und mir war schnell klar, was meine Beschwerden verursachte: Ich ernährte mich viel zu „kalt“. Denn anstatt die Nahrungsmittel nach ihren Inhaltsstoffen einzuteilen und Kalorienangaben zu machen, geht die Chinesische Ernährungslehre von einer energetischen Sichtweise aus. Sie beurteilt Nahrungsmittel danach, welche Wirkung sie auf unseren Körper haben. So gibt es Nahrungsmittel, die uns wärmen genauso wie jene, die unseren Körper “herunterkühlen”. Aber auch, ob wir eine Speise warm oder kalt, gekocht oder roh zu uns nehmen, macht einen Unterschied.

 

Zu dieser Zeit ernährte ich mich hauptsächlich von Joghurt mit Früchten, Müsli, Salaten und Käseweckerl. „Westlich“ gesehen doch super-gesund, oder? Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin hätte ich mich genauso gut den ganzen Tag in einen Kühlschrank stellen können. Die Wirkung auf meinen Körper wäre wohl dieselbe gewesen.

 

Warm essen war also angesagt. Ich begann, öfter zu kochen. Warm zu frühstücken. Aß mittags in der Betriebsküche eine Suppe vor dem Salat oder überhaupt eine warme Mahlzeit. Ersetzte Mineralwasser durch Ingwertee. Und verzichtete weitgehend auf Joghurt, rohe Früchte, Brotmahlzeiten & Co.

 

Nicht lange und ich bemerkte die ersten Veränderungen: Mir war plötzlich nicht mehr so kalt! Und auch die Bauchschmerzen wurden nach und nach auch besser. Sicher, es ging nicht von heute auf morgen, doch mittlerweile war ich realistisch genug um zu wissen, dass mein Körper einfach Zeit braucht, um auf Veränderungen zu reagieren. Ich war also endlich am richtigen Weg.

 

Feuer und Flamme von der einfachen und wirkungsvollen Herangehensweise der Traditionellen Chinesischen Medizin beschloss ich bald darauf, die Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach TCM zu machen. Oder sagen wir so: Die Frage stellte sich erst gar nicht. Ich MUSSTE das einfach machen :-) So fand ich mich ein paar Monate später auf der „Schulbank“ wieder und besuchte drei Semester lang Wochenendseminare am Schlossberginstitut, der Schule für neue Gesundheitsberufe. Ich genoss es richtig, gemeinsam mit meinen Kolleginnen immer tiefer in die Materie einzutauchen und neue Erfahrungen zu machen. Es war herrlich und erfüllte mich unendlich.

 

Heute kann ich mir ein Leben ohne die TCM gar nicht mehr vorstellen. Durch die Chinesische Ernährungslehre habe ich einen viel bewussteren, selbstbestimmteren, entspannteren und spielerischen Zugang zum Essen gewonnen. Ich esse mit viel mehr Genuss und erfreue mich auch an Köstlichkeiten, die nicht ganz „TCM-like“ sind ;-) Sämtliche Beschwerden haben sich in Luft aufgelöst und ich fühle mich pudelwohl in meinem Körper.

 

Doch nicht nur körperlich hat sich mein Wohlbefinden verbessert. Ich habe in den letzten Jahren auch in anderen Lebensbereichen immer mehr gelernt, welche Bedürfnisse ich habe, mich selbst besser kennen- und verstehen gelernt. Durfte Situationen erkennen, die mir nicht gut taten und “Energieräuber” identifizieren. Das alles hat viel Veränderung in mein Leben gebracht. War nicht immer einfach, hat sich aber ganz bestimmt schon tausend Mal gelohnt!

 

Viele Wege führen nach Rom, sagt man. Mein Leben hat mich eben auf diesen Weg geführt. Und ich gehe noch immer ;-) Dafür bin ich sehr dankbar und es ist mir ein großes Anliegen, meine Erfahrungen und mein Wissen mit vielen Menschen zu teilen, um im Einen oder Anderen vielleicht den selben „Zündfunken“ zu entfachen, den in mir damals besagtes Buch entfacht hat.

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Katharina Unger-Ellmaier

 

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