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Be as good as you are

Von morgens bis abends sind wir mit Idealen konfrontiert: Von den Idealen, wie wir aussehen müssen und uns zu kleiden haben, wie wir uns ernähren sollen, wie viel Erfolg wir haben müssen, mit welchen Statussymbolen wir uns umgeben sollten, welche Umgangsformen angebracht sind, wie oft und in welchen Positionen wir Sex haben sollten, welche Handlungen und Gedanken zulässig sind und welche nicht, wie wir unsere Kinder zu erziehen haben, bis hin zu den Fragen, was ein einigermaßen gebildeter Mensch wissen sollte und was gerade “in” oder “out” ist. So sind viele von uns auf einer ständigen Jagd nach dem Optimum und bemüht, ein möglichst ideales Leben zu führen.

30.03.2014

Ständig einem Ideal, der Perfektion nachzulaufen, ist nicht nur unglaublich anstrengend, es ist auch unmöglich und daher auf Dauer notwendigerweise ziemlich frustrierend. Keinem von uns kann es gelingen, allen diesen Idealen gerecht zu werden, so sehr er sich auch anstrengen mag. Und je größer die Bemühungen, umso größer wird meist unsere Unzufriedenheit mit uns selbst. Unsere Seele aber bleibt auf der Strecke, denn:

 

Die Seele tankt nicht im Idealen, sondern im Normalen, im Individuellen.

 

Nämlich dann, wenn wir einfach so sein können, wie wir sind: menschlich normal, jeder von uns mit seinen Fehlern und Schwächen. Die Seele entspannt und tankt im “erlaubten In-Perfektionismus”. Dort können wir so sein, wie wir sind: individuell verschieden und nicht ideal gleichartig!

 

Diese Zeilen aus dem Buch “Wo die Seele auftankt” haben mir wieder einmal bewusst gemacht, wie sehr wir tagtäglich aufgefordert sind zu hinterfragen, ob wir das was wir wollen oder tun, auch wirklich aus tiefster Seele möchten oder unser Kopf uns antreibt, weil wir glauben, wir wären nur dann geliebt, gesehen, wertgeschätzt und wertvoll, wenn wir “besser” werden als wir es sind – wenn wir versuchen, “perfekt” zu sein und einem Idealbild hinterherlaufen, das es in Wahrheit gar nicht gibt.

 

Oft wurzelt dieser Irrglaube in Erfahrungen, die wir in unserer frühen Kindheit gemacht haben. Jedes Kind braucht die elterliche Liebe und Anerkennung, um sich in einem sicheren Rahmen entwickeln zu können. Wird ein Kind nur dann gelobt, wenn es etwas besonders gut macht und reagieren die Eltern abweisend, wenn es etwas noch nicht so gut kann oder ihm einfach nicht liegt, entsteht in ihm das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Das Kind wird glauben, sich Liebe und Anerkennung mit Leistung verdienen zu müssen. Und es wird alles dafür tun, um ein “besseres” Kind zu werden – eines, das die Liebe seiner Eltern wert ist.

 

Im späteren Leben nehmen dann andere Personen die Rolle der Eltern ein: Freunde, Partner, Vorgesetzte, … doch das Kind in uns ist immer noch nicht erwachsen geworden und versucht verzweifelt weiter, “besser” zu werden, noch mehr zu leisten, um endlich geliebt und wertgeschätzt zu sein.

 

Perfektionismus ist das Gegenteil von Selbstliebe. Wenn wir uns wirklich selber lieben, wissen wir dass wir gar nichts müssen, um geliebt zu werden und dass auch unsere Ecken und Kanten, Schwächen und Lernaufgaben liebenswert an uns sind. Dass wir gut sind so wie wir sind und es nicht an uns liegt, wenn jemand anderer das nicht erkennen kann.

 

Be as good as you are heart

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