Mir liegt etwas am Herzen.

Ich beobachte Menschen, die sich unfassbar bemühen, in ihrem Leben voranzukommen, um endlich in dem glücklichen, erfüllten Leben anzukommen, nach dem sie sich so sehr sehnen.

Ich beobachte Menschen, wie sie dafür unfassbar viel in Kauf nehmen, weil sie denken, das wäre der notwendige Einsatz, um dorthin zu gelangen.


Ich beobachte Menschen, die diese unfassbaren Anstrengungen und diese - ja häufig auch unfassbare Strenge mit sich selbst genau damit als Akt der Selbstliebe rechtfertigen.


Ich beobachte Menschen, die - obwohl sie sich so unfassbar bemühen und ihr absolut Bestes geben - den Zustand eines überfließenden Herzens trotzdem nie erreichen.


Vielleicht hast Du das ja auch schon beobachtet und Dich gefragt: "Warum ist das so?" und "Was läuft da falsch?"


Ganz ehrlich: Ich persönlich bin davon überzeugt, dass da ein großes Missverständnis vorliegt!


Denn wenn ich täglich fünf Stunden meditieren und zusätzlich zwei Stunden in den wahnwitzigsten Körperhaltungen auf der Yogamatte herumturnen muss, um in meiner Mitte zu sein,

wenn ich nur noch Superfood essen und frisch gemixte Smoothies trinken darf, weil eine "ganz normale“ Ernährung meinen Körper so stark verunreinigt, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn ich mich nicht jeden Tag zu 100% darin wohl fühle,

wenn ich meine Emotionen ständig kontrollieren muss und nicht auch mal offen wütend sein darf, wenn mir was nicht passt, weil ich damit mein spirituelles Gesicht verliere,

wenn ich immer gut drauf sein muss, weil ein trüber Tag gleich einen miesen Mindset bestätigt, mit dem ich ohnehin einpacken kann,

ja wo bleibt denn da noch der Raum zu leben, für die eigene Persönlichkeit? Wo ist denn da noch Platz für ganz normale Menschlichkeit? Wo bleibt der Spaß? Und wo ist das gesunde Mittelmaß geblieben? Ach ja, das war nicht gut genug ...


Schau hin: Dieser Selbstoptimierungswahn ist wieder nur ein anderes Mascherl am eigenen Perfektionismus und Entsprechungsverhalten. Im Sinne von: Wenn ich es schaffe, ein Heiliger zu sein, dann darf ich glücklich und erfüllt leben.


Ok, es mag Menschen geben, die voll in diesem Lebensstil aufgehen und ich finde, das ist ja total legitim, weil im Grunde kann ja Jeder machen, was und wie er will und was ihm gut tut.



Ich will ganz ehrlich mit Dir sein: Ich gehöre nicht dazu! Mir ist das alles viel zu anstrengend. Und obwohl ich nicht täglich meditiere, obwohl mich meine Yogamatte oft wochenlang nicht sieht, obwohl ich ausnahmslos alles esse, was mir schmeckt und soviel ich will, obwohl ich auch mal richtig wütend werde und meine Gedanken nicht immer lichtvoll sind, führe ich ein richtig gutes Leben. Und seit ich aufgehört habe, mich in irgendeine Richtung zu stressen oder zu beschneiden, ist es sogar unp


ackbar genial! Weil es so wunderbar normal ist.


Warum erzähle ich Dir das alles?


Ich möchte Dich einladen, mal dar


über nachzudenken, wo in Deinem Leben Du immer noch glaubst, dass Du nicht gut genug bist, wo Du noch immer "nicht weit genug" bist, um auch endlich in den "Kreis der Erleuchteten" aufgenommen zu werden (Sarkasmus, sorry )


Ich möchte Dich ermutigen: Lass es sein! Du hast es verdient, glücklich und erfüllt zu leben, indem Du genau so lebst, wie es für Dich richtig ist. Und das ganz unabhängig davon, wie andere das für sich leben und erfahren.


Sei ehrlich mit Dir und hör auf Dinge zu tun, die Du nur machst, weil irgendein Experte meint, es wäre gut für Dich. Wie


könnte das irgendjemand besser wissen, als Du selbst? Bilde Dir Deine eigene Meinung und steh dazu. Du alleine bist Expert/in in Deinem Leben!


Also: Hab Spaß und genieße Dein Leben! Jawohl!


Ich schick Dir eine dicke Umarmung und eine große Portion Leichtigkeit.




Und denk dran: Du bist ganz wunderbar und einzigartig toll!

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Katharina Unger-Ellmaier

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